Küsten­fischerei

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In Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren hat die Fischerei eine lange Tradition. Fisch und Meeresfrüchte sind nicht nur lecker, sondern auch Lieferanten von hochwertigem Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien. Diese Leckerbissen holft die Fischerei in großer Vielfältigkeit aus den Meeren. Für das Land, für die Menschen in diesem Land.

Frischfischfang wird sowohl in der Nordsee als auch der Ostsee durchgeführt. Hauptzielfischarten sind dabei vor allem Dorsch, Hering, Wittling, Sprotten und Plattfische. In der Nordsee wird die Krabbenfischerei ausgeübt. Darüber hinaus befinden sich hier Miesmuschelbänke sowie Austernbänke. Auch in der Ostsee gibt es eine kleine Miesmuschelzucht.

In Nord- und Ostsee wird die Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei Schleswig-Holsteins von 860 Fischern im Haupt – und Nebenerwerb mit 513 Fischkuttern und offenen Booten ausgeübt (Jahresbericht 2018 des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Die Fischerei wird überwiegend mit kleinen Kuttern bis 12 Metern Länge und Stellnetzen ausgeübt. Noch gut 30 Kutter aus Schleswig-Holstein betrieben die Schleppnetzfischerei in der Ostsee. Hierbei kommen Kutter mit bis zu 24 Metern Länge zum Einsatz, die mit maximal 221 kW Maschinenleistung ausgestatet sind.

Die Fanganlandungen der schleswig-holsteinischen Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei in inländischen und ausländischen Häfen betrugen im Jahr 2018 44.036 Tonnen mit einem Wert von 80,1 Millionen Euro.

Darüber hinaus sind die Fischer an Nord- und Ostsee auch immer gerne als Garanten für einen lebendigen Hafen im touristischen Sinne geschätzt und als belebendes Element für den Tourismus damit eine echte wirtschaftliche Kraft.

Die Fischerei ist zwar das älteste Handwerk, das die Meere nutzt, aber sie muss sich schon seit Jahren mit einer Vielzahl von weiteren Nutzern auseinandersetzen und ihre Rechte anmelden. Ob es Verkehrswege für die Handelsschifffahrt, Stromkabel am Meeresgrund, Übungsgebiete für die Marine, Off-shore-Windparks, Gas-Pipelines oder Off-shore-Ankerplätze für Frachtschiffe sind, alle Nutzer beanspruchen Flächen, die für die Fischerei verloren sind. 

 


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