Aquakultur

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Ob in geschlossenen Systemen oder in Becken in natürlichen Gewässern: Fische, Krebstiere und Muscheln werden in der Aquakultur aufgezogen und abgefischt. Bei über 150 Arten kommt sie zum Einsatz, unterstützt den Artenschutz und erlaubt es, Arten großzuziehen, die in unseren Gewässern eigentlich nicht heimisch sind.

In Aquakulturen werden lebende Organismen kontrolliert gezüchtet. Streng genommen gehören auch die Teichfischerei und die Muschelfischerei der Aquakultur an. Rund 11.853 Tonnen Fisch, Muscheln, Krebstiere und Algen produzierten die 48 Aquakulturbetriebe in Schleswig-Holstein 2020. Muscheln bilden dabei den größten Anteil und machten rund 11.625 Tonnen aus. 228 Tonnen der Gesamtmenge entfielen 2018 auf die Produktion von Fisch. Insbesondere Karpfen, Lachsartige (Salmoniden, besonders Forelle), Schleien und Störe machten diese Menge aus.

Es gibt unterschiedliche Systeme von Aquakulturen. In der Teichwirtschaft kommen natürliche, aber auch künstliche Teiche zum Einsatz. Sie ist die älteste und häufigste Form der Aquakultur. An den Teichen sind regulierbare Wasserzu- und abläufe angebracht. In der Teichwirtschaft werden vornehmlich Karpfen, Forellen und Zander gezüchtet. Süßwasserfische, die einen hohen Sauerstoffanteil benötigen, werden in länglichen Teichen mit verschiedenen Strömungsbereichen gehalten.

Forellen werden aber auch in Durchflusssystemen gezüchtet. Hier sind mehrere Teiche oder Becken miteinander verbunden und so konstruiert, dass das Wasser die Becken durchströmen und in ihnen zirkulieren kann.

Darüber hinaus gibt es Netzgehegeanlagen. Diese werden in natürlichen Gewässern verankert. Es gibt Anlagen in Teichen, Flüssen oder dem offenen Meer und sogar im Nord-Ostseekanal. Durch die Begrenzung können die Fische leichter gefüttert und abgefischt werden. Vermutlich wurden solche Anlagen zunächst von Fischern genutzt, die ihre Fische für den Markt sammeln wollten. Erst später wurden die Gehege auch zur Zucht verwendet.

In der Muschelzucht verhält es sich anders. Sie findet im Meer statt, besonders verbreitet sind die Methoden der Bodenkultur, der Kultivierung an künstlichen Kollektoren und die Haltung in Drahtkörben bzw. Netzsäcken.

Geschlossene Kreislaufanlagen sind ein weiteres System der Aquakultur. Sie bestehen auf mehreren Becken und Filterungen, die das Abwasser aufbereiten und in die Becken zurückführt. Damit sind sie von natürlichen Wasserquellen unabhängig.


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