Entlang des Binnenhafens sorgen rund 50 Aussteller mit ihren kulinarischen Leckereien für maritimes Flair. Auch in ansässigen Restaurants und Lokalen soll das Gold aus der Nordsee mit besonderen Aktionen und Kreationen gewürdigt werden.
Die Krabbe
Die Nordseegarnele (Crangon crangon) ist ein wichtiges Glied in der Nahrungskette des Wattenmeeres. Sowohl als Räuber, als auch als Beutetier ist die Garnele eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge. Als winzigen Larven treiben sie einige Wochen im Plankton umher und gehen mit 5 mm Größe im Watt zum Bodenleben über. Innerhalb weniger Wochen erreichen sie eine Länge von 3 cm. Dann sind sie so groß, dass sie sich im Sand der Wattpfützen nicht mehr gut verstecken können. Sie beginnen daher schon bald mit einer Wanderung im Gezeitenrhythmus: Mit der Flut auf die Wattflächen hinauf, mit der Ebbe wieder zurück in die Priele. Wegen ihres massenhaften Auftretens ist die Garnele sowohl als Räuber als auch als Beutetier wichtig. Vögel, Fische, junge Seehunde machen intensiv Jagd auf die Garnelen.
Als Nahrung dienen den Nordseegarnelen Kleintiere, Algen und organischen Sinkstoffen. Die Garnele ist ein guter Futterverwerter und wächst mit einer Kost aus Würmern und anderen kleinen Bodentieren schnell auf bis zu 8 cm heran. Trotz ihrer kleinen Scheren ist sie ein gefräßiger Räuber und knabbert sogar Wattwanderern an den Füßen, wenn diese geduldig in einem Priel verharren. Unter guten Bedingungen können die kleinen Garnelen während des Sommers pro Tag bis zu 0.5 mm wachsen. Das Hauptverbreitungsgebiet sind die flachen und nährstoffreichen Küstengewässer der Nordsee.
Traditionell fischten die Schleswig-Holsteiner ihre Krabben im flachen Wasser des Wattenmeeres von Hand mit einem Schiebenetz, der sogenannten Gliep. Heute werden sie vom Krabbenkutter aus mit Baumkurren gefangen. Hauptfangsaison ist im Herbst. Als Nahrung und Wirtschaftsfaktor für die Region sind im Oktober die Husumer Krabbentagen diesem kleinen Meerestier gewidmet.